Reisen und unterwegs sein: Eine Auszeit, die guttut


Reisen mit neuer Kraft und sicherem Gefühl

Der Wunsch, dem Alltag zu entfliehen und neue Energie zu tanken, ist wichtig und richtig. Reisen ist auch während einer Therapie möglich, wenn Sie sich dabei sicher fühlen. Klären Sie frühzeitig mit Ihrem Behandlungsteam, ob Sie reisefähig sind und welche Risiken bestehen. etwa ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Eine gute Vorbereitung hilft, unbeschwert unterwegs zu sein: Wählen Sie ein Reiseziel mit verlässlicher medizinischer Versorgung und kurzen Wegen. Prüfen Sie vorab geeignete Einrichtungen in Ihrer Nähe und lassen Sie Ihren Arztbrief idealerweise übersetzen. Ihre Medikamente und wichtigen Dokumente gehören ins Handgepäck.

Achten Sie auch während der Reise auf sich. Planen Sie Pausen ein und hören Sie auf die Signale Ihres Körpers – Sie müssen nicht „funktionieren“. Sollten Fieber, starke Schmerzen oder Blutungen auftreten, zögern Sie nicht, ärztliche Hilfe vor Ort zu suchen. So bleibt Ihre Auszeit sicher und erholsam.


Was die Wissenschaft sagt, und was jetzt helfen kann

Fundierte Fakten für Ihre Erholung unterwegs

  • Früh planen
    1.

    Früh planen

    Sprechen Sie Reisen frühzeitig mit Ihrem Behandlungsteam. Das ist die Basis, um Ihre individuelle Reisefähigkeit und alle Risiken (zum Beispiel Thrombose) korrekt einzuschätzen. Ein ärztliches Attest erleichtert zudem die Formalitäten bei Fluggesellschaften und Versicherungen.

  • Medikamente und medizinischer Bedarf
    2.

    Medikamente und medizinischer Bedarf

    Tragen Sie alle Medikamente und nötigen medizinischen Bedarf im Handgepäck. Das schützt vor Verlust und Temperaturschwankungen. Achten Sie darauf, ein Fieberthermometer und alle Notfallnummern griffbereit zu haben.

  • Sonne und Hitze
    3.

    Sonne und Hitze

    Therapien erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Schützen Sie sich mit hohem Lichtschutzfaktor, Kleidung und Schatten. Trinken Sie ausreichend, um Kreislaufprobleme zu vermeiden.

  • Bewegung auf Reisen
    4.

    Bewegung auf Reisen

    Bewegung ist wichtig. Sie stärkt den Kreislauf, hilft aktiv gegen Fatigue und beugt Thrombosen vor. Planen Sie auf langen Fahrten regelmäßige Pausen und lockern Sie die Beine. Schon kurzes Aufstehen oder Gehen wirkt entlastend.


Wenn Sie eine Reise planen

Erfahrungen und Tipps aus dem Alltag anderer Betroffener

Wenn …

Dann versuchen Sie,…

möglichst sofort Ihr Behandlungsteam oder gar den Notdienst zu kontaktieren.

regelmäßig zu trinken und Elektrolyte auszugleichen. Bei Blut im Stuhl, Fieber oder Beschwerden, die über 24h anhalten, kontaktieren Sie Ihr Behandlungsteam.

Schatten aufzusuchen, die Haut zu bedecken und regelmäßig zu trinken. Planen Sie Aktivitäten außerhalb der Mittagszeit.

Füße und Unterschenkel vorsichtig zu bewegen und aufzustehen. Fragen zur Thromboseprophylaxe sollten Sie mit Ihrem Behandlungsteam besprechen.

die Stelle sauber und abgedeckt zu halten. Lassen Sie sie zeitnah ärztlich beurteilen.


Was andere fragen und was Sie wissen sollten

Sprechen Sie immer mit Ihrem Behandlungsteam, um Ihre individuelle Flugtauglichkeit zu klären. Fragen Sie nach dem Einfluss der Therapie, eventuellen Blutwerten und Ihrer Atmung. Nehmen Sie Medikamente ins Handgepäck, trinken Sie regelmäßig und planen Sie kleine Bewegungspausen ein.

Führen Sie Ihre Diagnosen, den aktuellen Medikationsplan und Allergien stets in einem kurzen, aktuellen Arztbrief mit sich. Bewahren Sie die Unterlagen zusammen mit der 24-Stunden-Notfallnummer im Handgepäck auf, damit sie im Ernstfall sofort verfügbar sind.

Prüfen Sie Impfempfehlungen mit Ihrem Ärzteteam. Einige Impfstoffe sind während bestimmter Therapien nicht geeignet. Lassen Sie Ihren Impfstatus frühzeitig kontrollieren, besonders vor Fernreisen, und planen Sie gegebenenfalls Auffrischungen rechtzeitig ein.

Nehmen Sie keine Anpassung eigenständig vor. Sprechen Sie vor der Reise mit Ihrem Behandlungsteam, wie Infusionstermine oder Behandlungsintervalle organisiert werden können.

Sichern Sie sich ab. Prüfen Sie Ihren Auslandskrankenversicherungsschutz rechtzeitig, besonders im Hinblick auf bestehende Erkrankungen. Speichern Sie Notfallnummern und die Adresse eines Krankenhauses oder einer Klinik am Zielort ab. Legen Sie vor der Reise gemeinsam mit Angehörigen einen Notfallplan fest.


Ihre Checkliste: Gut vorbereitet auf Reisen

Ihre Checkliste: Gut vorbereitet auf Reisen
  • Vor der Reise

  • Klären Sie Ihre Reisefähigkeit mit dem Behandlungsteam.

  • Stellen Sie eine Reisemappe zusammen mit einem ärztlichen Attest, Arztbriefen (ggf. auch auf Englisch bei Auslandsreisen) und Nachweisen über Ihren Auslandskrankenversicherungsschutz.

  • Packen Sie die Medikamente in doppelter Menge ein und transportieren Sie sie in Originalpackungen im Handgepäck.

  • Klären Sie die Notwendigkeit von Impfungen oder Prophylaxe vorab.

  • Speichern Sie alle Notfallnummern sowie die Adresse der nächstgelegenen Klinik am Zielort im Handy ab.

  • Unterwegs

  • Waschen Sie regelmäßig die Hände und meiden Sie unnötigen Kontakt mit Menschenmengen.

  • Trinken Sie ausreichend, besonders bei Hitze oder längeren Fahrten.

  • Legen Sie bei langen Reisen regelmäßige Bewegungspausen ein und lockern Sie Füße und Beine.

  • Schützen Sie die Haut vor Sonne. Meiden Sie die Mittagshitze.

  • Melden Sie plötzliche Beschwerden frühzeitig Ihrem Behandlungsteam oder suchen Sie ärztliche Hilfe.

Weitere Unterstützung für Sie

Hier finden Sie hilfreiche Anlaufstellen und weiterführende Informationen.