Meine Ziele & Termine – Medizinisches mit Lebenszielen verbinden


Ihre Werte als Kompass

Während der Therapie Mitsprache und Orientierung sichern

Ihre Krebstherapie sollte die Balance wahren zwischen dem medizinisch Erforderlichen, und dem, was Ihnen wichtig ist. Mit Wertearbeit, gemeinsamen Entscheidungen und kleinen Schritten sichern Sie sich Ihre Mitsprache – auch wenn vieles unübersichtlich erscheint. Wertearbeit bezeichnet die bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Werten, also unseren inneren Überzeugungen, die unser Denken, Handel und Entscheiden leiten. Machen Sie sich deutlich, worauf es Ihnen wirklich ankommt – etwa Gesundheit, Familie oder Autonomie. Wertekarten helfen, daraus die Top 3 auszuwählen, die Ihr Kompass für alle Therapieentscheidungen sind.

Shared Decision Making (SDM) ist wichtig für eine höhere Zufriedenheit und passende Therapieentscheidungen: Gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam besprechen Sie Therapieoptionen und Risiken. Beide Seiten sollten Präferenzen und Erwartungen diskutieren, um eine gemeinsame Entscheidung zu treffen.
Am Ende jedes Gesprächs wiederholen Sie in eigenen Worten, was besprochen wurde – das nennt sich Teach-Back. Dies stärkt Ihr Verständnis, reduziert Ängste und verbessert das Symptommanagement.


Was die Wissenschaft sagt, und was jetzt helfen kann

  • Persönliche Werte entscheiden mit über den Therapieerfolg
    1.

    Persönliche Werte entscheiden mit über den Therapieerfolg

    Die Krebstherapie sollte die Balance wahren zwischen medizinischen Erfordernissen und Ihren persönlichen Werten. Dies erhöht die Chancen für eine erfolgreiche Therapie und die Therapietreue.

  • Kleine, selbstgesteckte Ziele mit großer Wirkung
    2.

    Kleine, selbstgesteckte Ziele mit großer Wirkung

    Strukturierte Mikro-Ziele, beispielsweise ein Spaziergang, ein Ausflug oder eine Familienfeier, die spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitbasiert sind, stärken die Psyche. Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit macht nicht nur zufriedener, sondern gibt Sicherheit im Umgang mit Medikamenten und Therapien.

  • Teach-Back erhöht Gesundheitskompetenz und Symptommanagement
    3.

    Teach-Back erhöht Gesundheitskompetenz und Symptommanagement

    Die Wiederholung von Erklärungen der Therapieteams mit eigenen Worten – Teach-Back genannt – hat positive Effekte: Gesundheitskompetenz, Symptommanagement und Selbstwirksamkeit verbessern sich. Ängste werden reduziert.

  • Soziales Netz erhöht Lebensqualität und schützt die Psyche
    4.

    Soziales Netz erhöht Lebensqualität und schützt die Psyche

    Bei Menschen mit einer Krebserkrankung, die emotional unterstützt und bei den Therapieentscheidungen begleitet werden, erhöht sich die Lebensqualität. Die so erzielte Resilienz und der damit einhergehende Optimismus reduzieren Symptome und fördern die Genesung.

  • Shared Decision Making (SDM)
    5.

    Shared Decision Making (SDM)

    Gemeinsam mit dem Behandlungsteam getroffene Therapieentscheidungen reduzieren Ängste und verbessern den Umgang mit Symptomen.


Wie sich Diagnose und Behandlung richtig erfassen und beurteilen lassen

Erfahrungen und Tipps aus dem Alltag anderer Betroffener

Wenn …

Dann versuchen Sie,…

Ihre drei wichtigsten Fragen zu notieren, eine Vertrauensperson mitzubringen und die Teach-Back-Frage zu nutzen: „Habe ich richtig verstanden, dass …?“ Schreiben Sie nach dem Termin kurz auf, was entschieden wurde und welche nächsten Schritte geplant sind.

kurz festzuhalten, was Ihnen besonders wichtig ist (z. B. Heilungschance, Lebensqualität, Nebenwirkungen). Legen Sie zwei oder mehr Optionen nebeneinander und besprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam gezielt die offene Kernfrage: „Welche Therapie passt am besten zu meinen Zielen?“

nachzufragen: „Was bedeutet diese Zahl konkret für mich?“ Notieren Sie, auf welche Patientengruppe sich die Angabe bezieht, aus welchem Jahr die Daten stammen und wie sicher die Schätzung ist.


Was andere fragen und was Sie wissen sollten

Die Diagnose bedeutet, dass man Prioritäten neu setzen, die eigene Energie gut einteilen und mögliche Ansprüche wie Reha oder Krankengeld prüfen sollte. Beratungsstellen können dabei helfen, Formalitäten zu klären.

Gespräche mit Familie oder Kindern sollten dem Alter angepasst, klar und ehrlich geführt werden, wobei Fragen ausdrücklich erlaubt sind. Wenn es schwerfällt, kann psychoonkologische Hilfe sinnvoll sein.

1. Was ist das konkrete Ziel der Behandlung für mich – kurz- und langfristig?
2. Welche Behandlungsoptionen gibt es in meiner Situation?
3. Warum empfehlen Sie mir diese Option – welche Vor- und Nachteile hat sie im Vergleich zu den anderen?
4. Was ist der nächste konkrete Schritt, und was soll ich bis dahin selbst beachten oder tun?
5. Bei welchen Warnzeichen oder Nebenwirkungen sollte ich mich sofort melden?

Kurze Notizen erleichtern das Merken: Ziel, Optionen, Begründung, nächster Schritt, Warnzeichen.

Zahlen beschreiben immer nur Gruppen und nicht die persönliche Situation. Hoffnung entsteht durch kleine positive Schritte, hilfreiche Routinen und verlässliche Unterstützung.


Achtsamkeit und ein strukturierter Alltag entlasten

Mit einem genauen Blick auf das eigene physische und seelische Befinden lässt sich die Erkrankung besser bewältigen.

Achtsamkeit und ein strukturierter Alltag entlasten
  • Selbstreflexion und Reviews für seelische Stabilität
    Fragen Sie sich regelmäßig „Was hat mir heute gutgetan?“ oder „Was war zu viel?“. Solche kurzen Checks helfen, Überlastendes in Ihrem Alltag zu erkennen. Mit Achtsamkeit und Selbstfürsorge können Sie gegensteuern und Ihre psychische Stabilität stärken.

  • Energie-Fenster erkennen und gezielt nutzen
    Wenn Erschöpfungszustände Ihre Aktivitäten oder soziale Kontakte stark beeinträchtigen, beobachten Sie, wann im Tagesverlauf Sie sich am wachsten und kräftigsten fühlen. Nutzen Sie diese Energie-Fenster bewusst und planen Sie Ihre Tage entsprechend.

  • Ein Wochenplan gegen den Stressabbau
    Welche Tageszeiten oder welche Wochentage nehmen Sie als besonders anstrengend wahr? Überlegen Sie sich, wie Sie diese Momente leichter bewältigen – etwa gewisse Tätigkeiten zu anderen Zeiten zu erledigen. In einem Wochenkalender lässt sich dies gut planen.

  • Kleine selbstgesteckte Ziele mit großer Wirkung
    Setzen Sie sich strukturierte Mikro-Ziele. Mit diesen mess- und erreichbaren Zielen stärken Sie Ihre Psyche. Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit macht Sie nicht nur zufriedener, sondern gibt Ihnen Sicherheit im Umgang mit Medikamenten und Therapien.

  • Soziales Netz erhöht Lebensqualität und schützt die Psyche
    Gewinnen Sie Menschen, die Sie emotional unterstützen und bei den Therapieentscheidungen begleiten. Dies kann Ihren Optimismus sowie Ihre Widerstandskraft stärken. Dies wiederum reduziert Symptome, fördert die Genesung und erhöht damit die Lebensqualität.

Weitere Unterstützung für Sie

Hier finden Sie hilfreiche Anlaufstellen und weiterführende Informationen.