Während einer Krebserkrankung kann sich das Essverhalten verändern. Appetitlosigkeit, Geschmacksveränderungen oder Übelkeit sind häufig. Regelmäßige kleine Portionen und genügend zu trinken sind jetzt eine gute Basis. Heute darf es wenig sein, morgen vielleicht mehr. Es gibt keine spezielle „Krebs-Diät“, doch eine ausgewogene Ernährung kann helfen, das Gewicht zu halten und den Körper mit Energie zu versorgen. Entscheidend ist, was Ihnen bekommt und guttut. Lassen Sie sich, wenn möglich, von einer qualifizierten Ernährungsberatung begleiten. Sollten Sie eine größere Ernährungsumstellung planen, sprechen Sie bitte immer zuerst mit Ihrem Behandlungsteam.
Kraft schöpfen mit jedem Bissen
Ernährung, die Sie stärkt
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Wenn Essen schwerfällt: Seien Sie freundlich zu sich selbst.
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Was die Wissenschaft sagt, und was jetzt helfen kann
Die richtige Ernährung kann während der Krebstherapie wirksam unterstützen Fundierte Fakten für mehr Sicherheit beim Essen:
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Wenn Appetit fehlt oder der Geschmack sich verändert
Erfahrungen und Tipps aus dem Alltag anderer Betroffener
Wenn …
Dann versuchen Sie,…
kleine, trockene und leicht verdauliche Snacks wie Zwieback oder Toast. Kalte Speisen sind oft bekömmlicher als warme, stark duftende Mahlzeiten.
scharfe, saure oder krümelige Speisen zu vermeiden. Weiche, pürierte Kost und das Lutschen von Eiswürfeln können die Schmerzen lindern.
viele kleine Mahlzeiten über den Tag zu verteilen. Halten Sie energiereiche Snacks griffbereit und essen Sie, wann immer Sie Hunger bekommen.
Besteck aus Plastik oder Holz zu nutzen und den Geschmack von Speisen mit frischen Kräutern, Zitronensaft oder einem Spritzer Essig zu verstärken.
regelmäßig Wasser zu trinken und die Speichelbildung durch zuckerfreien Kaugummi anzuregen.
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Was andere fragen und was Sie wissen sollten
Nein, das ist ein Mythos. Alle Körperzellen, auch gesunde, brauchen Zucker (Glukose), um Energie zu erhalten. Ein kompletter Verzicht kann zu Mangelernährung führen. Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung, die Kraft gibt. Ein Stück Kuchen mit der Familie darf sein und tut auch der Seele gut.
Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand gibt es keine Hinweise, dass moderate Mengen an Sojaprodukten (z.B. eine Portion Tofu oder ein Glas Sojamilch) schädlich sind. Die in Soja enthaltenen Pflanzenöstrogene (Isoflavone) wirken anders als körpereigenes Östrogen. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie das Thema beim Behandlungsteam oder einer Ernährungsberatung an.
Aktuell gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Fasten Krebs heilen oder die Therapie wirksam unterstützen kann. Im Gegenteil: Fasten kann während der Behandlung das Risiko für Mangelernährung erhöhen. Sprechen Sie deshalb vorab immer mit Ihrem Behandlungsteam.
Gewicht kann sich während einer Krebserkrankung verändern – manchmal nimmt man zu, manchmal ab. Setzen Sie sich nicht unter Druck, Ihr Körper leistet Schweres. Versuchen Sie, regelmäßig zu essen und bei Bedarf energiereiche Snacks wie Nüsse, Joghurt oder Avocado einzubauen. Wenn das Gewicht steigt, helfen ausgewogene Mahlzeiten mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und Eiweiß. Sprechen Sie auffällige oder anhaltende Veränderungen mit dem Behandlungsteam ab, um Ursachen abzuklären.
Einige Lebensmittel können während der Krebstherapie riskant sein. Vermeiden Sie rohes Fleisch, rohen Fisch, Rohmilchprodukte sowie ungewaschenes Obst und Gemüse – sie können Keime enthalten. Besonders bei geschwächtem Immunsystem ist Vorsicht wichtig. Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie nur nach Rücksprache mit dem Behandlungsteam verwenden.
Einige Nahrungsmittel können die Wirkung von Krebsmedikamenten beeinflussen. Grapefruit ist besonders bekannt, weil sie den Wirkstoffabbau hemmen oder verstärken kann. Auch Ingwer, Johanniskraut oder hochdosierte Vitamine können Wechselwirkungen auslösen. Klären Sie alles mit Ihrem Behandlungsteam oder einer Ernährungsberatung ab.
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Alltagstipp für Tage, an denen alles schwerfällt
Kleine Dinge, die das Essen leichter machen können
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Lieblingssnack griffbereit: Was Sie gerne mögen (Banane, Butterbrot oder Joghurt) isst sich leichter.
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Nicht allein essen: Gemeinsam am Tisch sitzen bringt oft mehr Freude am Essen.
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Tisch schön decken: Ein Teller mit Muster oder eine Kerze können eine Mahlzeit in ein Ritual verwandeln.
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Erinnerungswecker stellen: Ein sanfter Impuls hilft, das Essen nicht zu vergessen.
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Extra-Energie nutzen: Öl, Nüsse, Käse oder Sahne geben Kraft, ohne den Magen zu belasten.
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Ausreichend Flüssigkeit: Eiswürfel können angenehm kühlen, die Schleimhäute befeuchten und zur Flüssigkeitsaufnahme beitragen. Manchen Menschen empfinden das auch bei Übelkeit als wohltuend.
Wichtiger Hinweis
Sollten bei Ihnen Fieber, starker Durchfall oder Blutungen auftreten, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihr onkologisches Behandlungsteam. Diese Symptome können ernst sein und sollten sofort abgeklärt werden.
Weitere Unterstützung für Sie
Hier finden Sie hilfreiche Anlaufstellen und weiterführende Informationen.